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Unentbehrliche digitale Helfer: Das LT LanguageTool und der Google Übersetzer

Unentbehrliche digitale Helfer: Das LT LanguageTool und der Google Übersetzer

Korrekte Rechtschreibung und einfache Übersetzung - mit digitalen Schreibassistenten.

Zeiteffiziente und qualitätsorientierte Textarbeit erfordert Toolunterstützung von digitalen Schreibassistenten für die Rechtschreib- und Grammatikprüfung sowie für Übersetzung und fremdsprachlichen Thesaurus. LT LanguageTool (i.F.: „LT“) ist meine erste Wahl für das Schreiben und die abschließende, skriptgesteuerte Qualitätssicherung deutschsprachiger Texte. Der Google Übersetzer (i.F.: „GÜ“) ist meine Wahl für die konnotierte Übersetzung englischer Begriffe und die Suche nach alternativen englischsprachigen Formulierungen. Für das Schreiben und Kommentieren in Foren und Social Media haben sich die Apps und die Add-ons für Browser der beiden Tools bestens bewährt. Beide Tools haben mich im harten, professionellen Praxiseinsatz nicht im Stich gelassen und sind unverzichtbare Begleiter geworden.
Die Durchgängigkeit, die durch die Plattformbreite beider Tools erzielt wird, bietet wirtschaftlichen und zeitökonomischen Mehrwert: Einarbeitungsaufwände werden reduziert, Reibungsverluste beim Wechsel zwischen verschiedenen Tools für die gleiche Aufgabe entfallen, weil beide Tools plattformübergreifend genutzt werden können.

Digital Map:

  1. LT LanguageTool – Online -Rechtschreibprüfung einfach effizient
    – Plattformspektrum, Codebasis und Installation
  2. Der Google Übersetzer – englisch, deutsche, schnell und einfach übersetzen
    – Plattformspektrum, Installation, Konfiguration
  3. Google Übersetzer und LT LanguageTool in der Praxis
  4. LT LanguageTool auf der Kommandozeile optimieren
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LT LanguageTool – Online -Rechtschreibprüfung einfach effizient

Leistungsumfang: Rechtschreibung, Grammatik und Semantik

LT leistet die Prüfung von Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie semantische Grundprüfung.
Überzeugt hat mich, dass die kostenlose Onlineversion von LT Komposita erkannte, die Duden Online (https://duden.de) zu kurz kommen lässt – z.B. „zeitökonomisch“ ergibt aktuell auf Duden Online keinen Treffer, für LT ist das Wort (mit Großschreibung des „Z“, LT interpretiert satzweise) kein Problem.
LT unterstützt neben Deutsch in bundesdeutscher Variante (Kürzel „de-DE“), Schweizerdeutsch („de-CH“), österreichisches Deutsch („de-AT“) sowie Deutsch reduziert auf einfache Sprache („de-DE-x-simple-language“).
Insgesamt werden 30 Sprachen unterstützt, u.a. Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch, z.T. mit mehreren Varianten. z.B. die GB, US, Australian, Canadian, NZ und South Africa Varianten der englischen Sprache.
LT liefert nicht nackte Fehlermeldungen, sondern verweist auf die jeweils verletzte Rechtschreibregel respektive Grammatikregel und liefert Korrekturvorschläge.
Auf die Eingabe von „im Büroalltag bringt Lohnabrechnung Outsourcing eine große Zeitersparnis.“ reagiert LT mit dem Verweis „Dieser Satz fängt nicht mit einem großgeschriebenen Wort an“ und schlägt „Im“ vor.
Für alle unterstützten Sprachen hat LT eine Whitelist, die toolgestützt und manuell erweiterbar ist, sodass Falschmeldungen über fremdsprachliche Begriffe, Abkürzungen, Eigennamen und Slang unterdrückt werden können.

Plattformspektrum, Codebasis und Installation

LT LanguageTool ist in Java geschriebene Open-Source-Software. Der Quelltext ist einsehbar, durch diese Publizität ist Trojanern und andere Arten von bösartigem Code vorgebeugt.
Wegen der Programmiersprache Java ist LT auf allen nativen Plattformen einsetzbar, für die eine Java-Laufzeitgebung existiert, neben MS Windows, MacOS und Linux auf iOS und Android.
In Form einer Desktopanwendung für die Kommandozeile (Datei „languagetool-commandline.jar“ im ZIP-Archiv https://languagetool.org/download/languagetool-stable.zip) ist LT skript- und somit batchfähig. Tests können normiert und automatisiert werden, sodass eine konsistente Textqualität erzielt wird.
Durch das Browser-Add-on ist LT überall im Netz verfügbar. Die Installation z.B. für Firefox kann über die Startseite von LT erfolgen. LT kann nahtlos in gängige Textverarbeitungssysteme integriert werden – neben Plug-ins für MS Word und Google Docs existieren solche für das kostenlose LibreOffice.

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© Adobe-Stock-madedee

Der Google Übersetzer – englisch, deutsche schnell und einfach übersetzen

Features: Übersetzung, Textmuster- und Spracherkennung

GÜ unterstützt im Online-Modus 108 Sprachen, offline 59. Texte in 94 Sprachen werden in Bildern erkannt, Unterhaltungen in 71.
Angenehm ist die handschriftliche Erkennung der App für Android und iOS. Ermüdendes Tippen auf der kleinen Smartphone-Tastatur wird reduziert. GÜ erkennt handschriftliche Notizen in 96 Sprachen. Die Übersetzungsfunktion kann für fremdsprachlichen Thesaurus genutzt werden und als Dictionary dienen:
Zu „Lohnabrechnung“ schlägt GÜ Deutsch-Englisch Payroll vor, jeweils mit Rückübersetzung ins Deutsche, Definition und Statistik zur Häufigkeit.

Plattformspektrum, Installation, Konfiguration

Vom Google Übersetzer gibt es Apps für Android und iOS, die Installation kann über Google Play Store respektive den Apple App Store erfolgen. Zahlreiche Browser-Add-ons setzen auf GÜ auf.
Für Firefox wird von Mozilla aktuell das mit 850.000 Instanzen meistinstallierte Add-on „To Google Translate“ mit einem 4.1/5 Sterne Rating empfohlen. Die Installation kann via about:addons URL erfolgen (dort nach „To Google Translate“ suchen lassen).
Über about:addons erreicht man nach Installation den Konfigurationsdialog. Standardsprachen für abschnittsweise und ganzseitige Übersetzung können festgelegt werden, sowie Tastatur-Shortcuts und weitere Parameter.
Die einfachste Methode, „To Google Translate“ zu nutzen, ist Markieren des Textes gefolgt von einem Klick mit der rechten Maustaste. „To Google Translate“ findet sich im Kontextmenü. Der Quellcode für „To Google Translate“ liegt auf Github (https://github.com/itsecurityco/to-google-translate) und ist somit frei verfügbar, was die Vertrauenswürdigkeit des Add-ons erhöht.

Google Übersetzer und LT LanguageTool in der Praxis

Das Duo der digitalen Schreibassistenten ergänzt sich perfekt zur Erstellung fremdsprachlicher Texte und Übersetzungen.
GÜ und „To Google Translate“ sind kostenlos, LT in der Basisversion. Die Lizenz für die erweiterte Version von LT kostet 4,99 $ Lizenzgebühren pro Monat – ca. der Preis von zwei der zweiundvierzig Tassen Kaffee, die man früher während tagelanger manueller Fehlersuche und manueller Übersetzung größerer Texte brauchte.
Die typische Aufgabe, eine treffendere, elegantere, alternative Formulierung zu finden, kann mit GÜ gemeistert werden, die Rechtschreib- und Grammatikprüfung des erstellten Textes leistet LT.
Gegenüber Übersetzungstools wie DeepL mit Lizenzkosten für erweiterten Funktionsumfang liegt GÜ durch die kostenlose Nutzbarkeit des gesamten Leistungsumfanges nach meiner Ansicht vorn. Kostenlose Nutzbarkeit sorgt für eine große Userbase, die durch ihre Eingaben und ihr Feedback zur Verbesserung der AI von GÜ beiträgt, was weitere User anzieht – ein Erfolgsmodell.
Die Rechtschreibprüfung von Duden Online ist autoritativ, sie versagt aber meiner Erfahrung nach regelmäßig in Hinblick auf übliche, modern-bildungsbürgerliche Komposita – ein Wort wie „zeitökonomisch“ nicht zu erkennen ist für mich befremdlich. Mich zu bemühen, einer Software zum Duden(!) deutsche Begriffe abzutrotzen wäre für mich nicht zeitökonomisch.

LT LanguageTool auf der Kommandozeile optimieren

Für den Desktop-Einsatz auf der Kommandozeile empfiehlt es sich, LT in Skripte einzubinden, sodass Worte, die LT nicht erkennt – z.B. fremdsprachliche Eigennamen – aus dem Workflow heraus zur Whitelist hinzugefügt werden können und überflüssige Fehlermeldungen wegen Wortfehlern reduziert werden.
Business Use-Case: Deutscher Text, der US-englische Vornamen enthält, LT (de-DE) beanstandet „Cassie“. Ein Skript „myltwrapper“, das mit dem Parameter „Cassie“ aufgerufen wird: myltwrapper Cassie, könnte den Namen „Cassie“ in die Whitelist von LT eintragen, sodass „Cassie“ während folgender Prüfungen nicht weiter beanstandet wird. Sinngemäß ist dies eine gute Strategie für alle Wörter, die nicht nativ der für LT gewählten Sprache entstammen, noch nicht im Wörterbuch enthaltene, übliche Anglizismen und Abkürzungen.

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