Lohnabrechnung Outsourcing – Clever, einfach und effizient die Lohnabrechnung erstellen lassen

Führen Sie Ihr Unternehmen in eine erfolgreiche digitale Zukunft

Lohnabrechnung Outsourcing – Clever die Lohnabrechnung erstellen lassen

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Digitale Prozesse erschaffen neue Möglichkeiten und Freiräume. Unternehmer sowie Freiberufler können diese gewinnbringend nutzen, um sich auf ihre Kernkompetenzen zu fokussieren sowie neue Maßnahmen zur Wertschöpfung zu entwickeln.

Eine sinnvolle Prozessoptimierung für einen schnellen und spürbaren Vorteilsgewinn ist das Outsourcing der Lohnbuchhaltung.

Klein- und mittelständige Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, für ihre Mitarbeiter eine Lohn- und Gehaltsabrechnung zu erstellen. Die gesetzliche Grundlage ist hier der § 108 aus der Gewerbeordnung. Diese unumgängliche Pflicht greift schon ab dem ersten Angestellten und erfordert heute Expertenwissen sowie einen hohen Zeitaufwand.

In den letzten 10 Jahren durfte ich in über 1000 großen und kleinen Digitalisierungs- und Outsourcing-Projekten in großen und kleinen Unternehmen meine Erfahrungen sammeln. Ich möchte Unternehmen und Freiberuflern den Weg aufzeigen, wie sie ihre Lohnbuchhaltung schnell und nachhaltig an einen Lohn- und Gehalts-Dienstleister auslagern können.

Kurz und knapp – Digital-Map:

  1. Die Arten der Lohn- und Gehaltsabrechnung und deren Besonderheiten
    1.1. Eine Gehaltsabrechnung
    1.2. Die Lohnabrechnung
    1.3. Eine Minijobabrechnung
    1.4. Die Entgeltabrechnung
    1.5. Den Baulohn
  2. Lohnabrechnung Outsourcing: Die Möglichkeiten für Unternehmen und Freiberufler
    2.1. Die Lohnabrechnung selbst erstellen
    2.2. Die Lohnabrechnung online erstellen
    2.3. Die Lohnabrechnung durch einen Steuerberater erstellen lassen
    2.4. Lohnabrechnung Outsourcing über einen Dienstleister
  3. Eine Lohnabrechnung erstellen – Folgendes sollten Sie als Arbeitgeber unbedingt wissen
    3.1. Datenschutz
    3.2. Gesetze und deren Änderungen
    3.3. Arbeitsamt, Berufsgenossenschaft und Finanzamt
    3.4. Meldungen an Behörden, Ämter und Berufsgenossenschaft
    3.5. An- und Abmeldung der Mitarbeiter
    3.6. Wahrung von entscheidenden Fristen
    3.7. Entgelterstattung im Krankheitsfall
    3.8. Versand der Gehaltsabrechnung
  4. Lohnabrechnung Outsourcing – Folgendes gibt es bei der Dienstleisterwahl zu beachten
    4.1. Ein professionelles Dienstleistungspaket im Lohnabrechnung Outsourcing sollte umfassen
    4.2. Folgende Leistungen werden überwiegend optional angeboten/erhöhen den Dienstleistungspreis
    4.3. Die Angebotskalkulation eines Lohn-Dienstleisters richtig verstehen
  5. Wichtige Angebotsinhalte von Lohn-Dienstleistern kurz erklärt

Mir berichten immer wieder Unternehmer und Freiberufler, dass die Lohn- und Gehaltsabrechnung keine Aufgabe ist, die so mal nebenbei erledigt werden kann. Mitarbeiter wollen korrekt und pünktlich entlohnt werden, sonst ist der Ärger mit ihnen vorprogrammiert. Gleichfalls möchte kein Unternehmer aufgrund nicht beachteter gesetzlicher Vorschriften nach einer Betriebsprüfung Steuernachzahlungen leisten. Aus diesen Gründen braucht heutzutage ein Lohnabrechner eine fundierte Ausbildung, nach der er meistens erst nach jahrelanger Abrechnungserfahrung die nötige Sicherheit erlangt.

Im heutigen Unternehmeralltag ist Zeit ein sehr wichtiges Gut. Sehr häufig fehlt diese Selbstständigen, Unternehmern sowie Freiberuflern aufgrund ihrer Aufgabenfülle im Geschäftsalltag. Wie Sie Ihre wertvolle Zeit und Kosten in der Lohnabrechnung sparen und mögliche Nachzahlungen aufgrund einer Betriebsprüfung vermeiden, erfahren Sie hier.

Die Arten der Lohn- und Gehaltsabrechnung und deren Besonderheiten

Die Zeiterfassung und Dienstplanung selbst kostenlos per Excel erstellen

 

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In Deutschland gibt es mehrere Arten von Beschäftigungsverhältnissen, die unterschiedliche Formen der finanziellen Entlohnung aufweisen. Somit müssen verschiedene Abrechnungen je nach Entgeltform für die finanzielle Entlohnung eines Arbeitnehmers erstellt werden. Hierbei handelt es sich um:

Eine Gehaltsabrechnung

Dies ist die einfachste Form aller Abrechnungsarten. Der Mitarbeiter erhält ein monatlich festes Gehalt für seine laut Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitsstunden. Dabei ist es unerheblich, wie lange und wie viel der Arbeitnehmer tatsächlich gearbeitet hat. Zuschläge und andere variable Faktoren sind meistens kein Bestandteil von Gehaltsabrechnungen.

Die Lohnabrechnung

Eine Lohnabrechnung zu erstellen ist anspruchsvoll, da variable Faktoren das monatliche Entgelt ergeben. Hierbei handelt es sich vor allem um sozialversicherungspflichtige Stundenlohnabrechnungen. Dabei werden die vom Arbeitnehmer monatlich tatsächlich erbrachten Arbeitsstunden entlohnt. Die Endsumme wird meist auf Stundenlohnbasis errechnet, weshalb die Höhe des Lohns monatlich schwanken kann. Oft kommen bei dieser Entgeltform Zuschläge und weitere Variablen hinzu.

Eine Minijobabrechnung

Bei der Minijobabrechnung handelt es sich um feste aber auch variable Entgelte bis zu einer Entgelthöhe von monatlich 450,00 €. Eine Minijobabrechnung ist aufwändiger, da die Entgeltgrenze von 450,00 € genauestens eingehalten werden muss und sie oft bei Arbeitsverhältnissen angewendet wird, die eine hohe Fluktuation aufweisen. Die Minijobabrechnung wird beispielsweise in gastronomischen Betrieben, Sport- und Fitnesseinrichtungen und anderen Betrieben verwendet, die viele sogenannte Minijobkräfte beschäftigen. Bei dieser Abrechnungsart ist das Führen von Stundennachweisen über eine Zeiterfassung gängige Praxis.

Die Entgeltabrechnung

Hier handelt es sich um die Abrechnung von Beamten und öffentlichen Angestellten. Entgeltabrechnungen sind in ihrer Art mit Gehaltsabrechnungen vergleichbar und haben ihre Grundlage überwiegend in Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes.

Den Baulohn

Beim Baulohn handelt es sich um Lohn- aber auch Gehaltsabrechnungen, die in der Baubranche Anwendung finden. Bei der Abrechnung von Baulohn ist aufgrund diverser Besonderheiten wie beispielsweise Schlechtwettergeld spezielles Fachwissen und eine geeignete Abrechnungssoftware zwingend erforderlich.

Plant ein Unternehmer oder Freiberufler, zukünftig seine Lohn- oder Gehaltsabrechnung an einen Dienstleister auszulagern, ist die Art der Abrechnung ein entscheidender Faktor. Je nach Umfang einer Lohn- und Gehaltsabrechnung berechnet sich deren Abrechnungspreis, den ein Dienstleister für seine Leistung in Rechnung stellt. Überaus entscheidend für die korrekte Abrechnung ist, dass ein Dienstleister das nötige Fachpersonal hierfür vorweisen kann.

Lohnabrechnung Outsourcing: Die Möglichkeiten für Unternehmen und Freiberufler

Lohnabrechnung Outsourcing: Die Möglichkeiten für Unternehmen und Freiberufler sind vielseitig

 

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In Deutschland ist jeder Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, eine Lohnabrechnung vorzunehmen. Das ist vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler keine leichte Aufgabe.

Rückblickend war kein anderer Geschäftsbereich in den letzten 10 Jahren so häufig von Gesetzesänderungen betroffen wie die Lohnbuchhaltung. Lohn-Dienstleister und Steuerberater können von den immer umfangreicher werdenden Anforderungen ein Lied singen. Die Vergangenheit zeigte, dass erfolgte Gesetzesänderungen, die die monatliche Lohn- und Gehaltsabrechnung betrafen, in immer kürzeren Abständen erfolgten, so dass immer häufiger u. a. personeller Schulungsbedarf und notwendige Software-Updates anstanden, die wiederum mit erheblichen Zusatzkosten und einem erhöhten Zeitaufwand verbunden sind. Seit dem Jahr 2018 haben sich aufgrund der Datenschutzgrundverordnung der Aufwand und die gesetzlichen Vorlagen im Umgang mit personenbezogenen Daten für Unternehmen exponentiell erhöht. Angesichts dieser Bedingungen stellt sich für viele Unternehmer die Frage, wie die Lohnabrechnung am effektivsten und kostengünstig durchzuführen ist.

Welche Möglichkeiten Sie haben und wie im Einzelnen die Vor- und Nachteile jeweils aussehen, möchte ich Ihnen nun verdeutlichen. Folgende Kriterien sollten Sie beachten, wenn Sie eine Lohnabrechnung selbst erstellen oder an einen Dienstleister auslagern wollen:

Die Lohnabrechnung selbst erstellen

In vielen klein- und mittelständischen Betrieben werden die Löhne und Gehälter der Angestellten oft in Eigenregie mit einem abonnierten Lohnprogramm erstellt.

Mit der monatlichen Abrechnung der Löhne und Gehälter, dem damit verbundenen Ausdrucken der Lohnnachweise oder dem Bereitstellen einer digitalen Lohnakte ist es aber nicht getan. Das Erstellen einer korrekten Gehaltsabrechnung erfordert in den meisten Fällen eine Menge Erfahrung, vor allem in den Bereichen Steuern, Sozialversicherung, Zuschüssen für beispielsweise Kindergartenplätze oder beim Beachten von Datenschutzvorschriften.

Die Anbieter von Lohnsoftware wie Datev, Lexware, Sage und Co., setzten immer wieder neue Vorgaben des Gesetzgebers durch entsprechende überwiegend kostenpflichtige Software-Updates um. Allerdings müssen Sie oder Ihr Mitarbeiter, der die Abrechnung durchführt, ein Spezialist sein, um alle anfallenden Sachverhalte richtig einordnen und abrechnen zu können. Oft stellt sich hierbei im Nachgang heraus, dass dies keine leichte Aufgabe ist: Insbesondere bei einer späteren Lohnsteueraußenprüfung vom Finanzamt oder Betriebsprüfung durch die Sozialversicherungsträger führen nicht korrekt abgerechnete Sachverhalte oft zu kostspieligen Nachzahlungen.

Nicht außer Acht zu lassen ist, dass entsprechende Vertretungs-Regelungen, z. B. bei Krankheit des Mitarbeiters oder des Unternehmers, und Kapazitäten für Weiterbildungen im Vorfelde berücksichtigt werden müssen.

Nach eigenen Erfahrungen habe ich festgestellt, dass eine wirklich gute und umfangreiche Lohn-Software teuer ist und es sich je nach Größe des Betriebes, gar nicht lohnt, eine solche Software zu erwerben bzw. jährlich zu mieten.

Lohnabrechnung selbst erstellen – Ihre

Vorteile:

  • Unabhängigkeit von Dienstleistern und Steuerberatern.
  • Aufbau interner Fachkräfte.
  • Umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten durch vollen Datenzugriff.

Nachteile:

  • Hoher zeitlicher Aufwand.
  • Komplexe und sich ständig ändernde Gesetzeslage.
  • Fehler bei gesetzlichen Änderungen führen oft zu hohen Nachzahlungen.
  • Abhängigkeit von spezialisierten Mitarbeitern.
  • Hohe Kosten für geeignete Lohn-Software.
  • Umsetzung komplexer Datenschutzrichtlinien in eigener Verantwortung.

Die Lohnabrechnung online erstellen

Die Buchhaltung online erstellen − Funktionen von Online-Tool-Anbietern richtig verstehen

 

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Heutzutage wird einem überall vermittelt, dass Onlinetools einem die Arbeit abnehmen und Kosten sparen. Kurz gesagt: online wird das Leben leichter. Leider trifft dies nicht auf die Erstellung einer Lohn- und Gehaltsabrechnung zu. Eine Lohnabrechnung online zu erstellen ist im Endeffekt nichts anderes, als seine Lohnabrechnung vollumfänglich selbst zu erstellen. Die aktuellen Onlinetools für die Lohn- und Gehaltsabrechnung sind nichts anderes als eine Lohnsoftware, die auf dem Firmencomputer installiert wurde. Bei einer Lohnabrechnung online erspart sich der Nutzer nur die Installation der Lohnsoftware und deren Updates. Allerdings gewinnt der Nutzer die angebliche Freiheit, seine Lohnabrechnung ortsunabhängig durchzuführen. Leider vergessen hier die Freiberufler und Unternehmer, die im Thema neu sind, dass im Zuge der Abrechnung auf diverse Unterlagen zurückgegriffen werden muss, wie beispielsweise Personalakten, Reisekostenbelege, Stundennachweise usw.

Um die eigene Lohnabrechnung online zu erstellen, ist eine Registrierung beim entsprechenden Anbieter notwendig. Weiterhin müssen alle für die Lohnabrechnung erforderlichen Firmen- und Mitarbeiterdaten erstmalig vom Unternehmer erfasst und dann monatlich weitere Änderungen (wie Stunden, Gehaltsänderungen, Fehlzeiten), die seine Mitarbeiter betreffen, per Eingabe ins Onlinetool übergeben werden. Im Endeffekt erstellen Sie oder Ihr Lohnbuchhalter die Lohnabrechnung, und die fertigen Lohnunterlagen werden nach der Abrechnung durch den Online-Dienstleister auf dem Postweg, per E-Mail oder elektronischer Lohnakte bereitgestellt.

Dabei entstehen Unternehmer hohe Kosten für Software und Datenverwaltung. Da die Daten vom Unternehmen selbst zu erfassen sind, muss der Lohnbuchhalter über die gesetzlichen Gegebenheiten zur Abrechnung immer auf dem Laufenden sein.

Vergleicht ein Unternehmer oder Freiberufler am Ende alle Aufwendungen seiner Online-Lohnabrechnung mit den Kosten, die er beim Outsourcing mit einem externen Dienstleister hätte, ergibt sich in den meisten Fällen keine Kostenersparnis. Viele Anbieter von Onlinetools für die Lohnabrechnung zielen am Ende darauf ab, ihre eigene Dienstleistung anzubieten. Leider haben Firmen aber dann bereits viel Mühe in ihre Abrechnung gesteckt oder es mangelte ihnen zum Schluss doch an Zeit oder Fachkräften. Lohnabrechnung Outsourcing ist zwar ein wenig teurer, aber erspart viel Zeit und Mühe sowie von Ihnen zu Beginn nicht berücksichtigte Zusatzkosten.

Lohnabrechnung online erstellen – Ihre

Vorteile:

  • Siehe Vorteile bei Lohnabrechnung selbst erstellen.
  • Angeblich ortsunabhängiger Zugriff (nur, wenn Sie alle Unterlagen immer dabeihaben).
  • Keine Softwareinstallation.
  • Keine Softwareupdates.
  • Direkter Datenzugriff.

Nachteile:

  • Siehe Nachteile bei Lohnabrechnung selbst erstellen.
  • Datenschutz wird noch anspruchsvoller aufgrund höherer Risiken in der Onlinewelt.
  • Keine erhoffte Arbeitserleichterung und Zeitersparnis verglichen mit Lohnsoftware.
  • Bei Handhabungsproblemen, die Sie nicht selber lösen können, sind Sie meistens auf eine unpersönliche Hotline angewiesen.

Die Lohnabrechnung durch einen Steuerberater erstellen lassen

Der eigene Steuerberater ist für viele Unternehmer und Freiberufler die erste Anlaufstelle, wenn es sich um die Finanz- oder Lohnbuchhaltung dreht. Mit der Lohnabrechnung über einen Steuerberater werden interne Ressourcen und Nerven geschont. Nicht zu vernachlässigen ist jedoch, dass die Erstellung der Lohn- und Gehaltsabrechnung durch einen Steuerberater die kostspieligste aller Möglichkeit darstellt, da die Vergütung sich überwiegend nach der Steuerberatergebührenverordnung richtet. Vor Jahren haben die Steuerberater entdeckt, dass mit der Lohnabrechnung von Mandanten gute zusätzliche Umsätze erzielt werden können. Allerdings begeben sich die Steuerberater dabei in einen für sie neuen Dienstleistungssektor, der sehr von dem Fachwissen und der Erfahrung der eingesetzten Lohnbuchhalter abhängt. Lohnbuchhalter sind heutzutage von allen Akteuren in der Lohn- und Gehaltsabrechnung stark umworben. Diese Gegebenheiten führen bundesweit in der Branche zu einem häufigen Personalwechsel. Hinzu kommen die üblichen Vertretungsherausforderungen. Dies kann dazu führen, dass ggf. Steuerberater mit einer kleinen Lohnabteilung größere Krankheits- und Personalwechselwellen nicht immer ausreichend abfedern können. Solch eine mögliche Situation könnte die von Mandanten zu Recht erwartete Abrechnungssicherheit gefährden.

Lohnabrechnung über den Steuerberater – Ihre

Vorteile:

  • Finanz- und Lohnbuchhaltung ggf. aus einer Hand.
  • Zeitersparnis, die Ihnen ermöglicht, sich auf Ihre Kernkompetenz zu fokussieren.
  • Der eigene Steuerberater ist meistens vor Ort.
  • Unabhängigkeit vom Ausfall eigener Mitarbeiter.

Nachteile:

  • Meist teuer, da die Vergütung laut Steuerberatergebührenverordnung erfolgt.
  • Kleine Steuerbüros haben oft eine geringere Personalkapazität, die bei Krankheitswellen oder Personalwechsel die Abrechnungssicherheit gefährden könnte.

Lohnabrechnung Outsourcing über einen Dienstleister

Outsourcing – Clever, einfach und effizient

 

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Die eigene Lohnabrechnung ist heutzutage schnell und einfach an einen Dienstleister ausgelagert. In Fachkreisen ist hier vom Outsourcing der Lohnabrechnung die Rede. Auf folgende entscheidende Qualitätsmerkmale sollten Unternehmer und Freiberufler unbedingt im Vorfeld achten:

  • Um eine möglichst große Abrechnungssicherheit bezüglich der fristgerechten Abrechnung zu erhalten, sollten Sie einen größeren Dienstleister und nicht einen Einmannbetrieb für das Erstellen Ihrer Lohnabrechnung beauftragen. Professionelle Dienstleister geben ihren Kunden eine Abrechnungsgarantie, die immer eine fristgerechte Lohnabrechnung bei rechtzeitigem Dateneingang garantiert.
  • Ihr zukünftiger Dienstleister sollte seinen Dienstleistervertrag transparent und offen gestalten, so dass keine versteckten Kosten beim Lohnabrechnung Outsourcing für Sie entstehen.
  • Kann der Dienstleister eine Zertifizierung z. B. vom TÜV vorweisen, ist dies ein Indiz für einen gewissen Qualitätsstandard. Auch sollte ein Datenschutzkonzept offen angeboten werden.
  • Ein professioneller Lohnabrechnungs-Dienstleister muss heutzutage einen hohen Digitalisierungsstandard vorweisen. Hierbei sollten Sie beispielsweise auf eine digitale Lohnakte für Mitarbeiter, digitale Datenarchivierung, Datenschutzkonzepte und Möglichkeiten der elektronischen Datenübergabe achten.

Lohnabrechnung Outsourcing über einen Dienstleister – Ihre

Vorteile:

  • Sie gewinnen Zeit für Ihr Kerngeschäft.
  • Unabhängigkeit vom Ausfall eigener Mitarbeiter.
  • Nachhaltige Kostensenkung durch Einsparungen und Festpreiskalkulation.
  • Abrechnungssicherheit und Fristenwahrung durch einen umfangreichen Lohnbuchhalterpool.
  • Korrekte Einhaltung von Datenschutzrichtlinien.
  • Umfangreiches Lohnwissen, branchen- und bundesländerübergreifend.

Nachteile:

  • Je nach Dienstleister lange Vertragslaufzeiten.
  • Für kurzfristigen Bedarf überwiegend ungeeignet, aufgrund Vertragslaufzeiten von bis zu 12 Monaten. Kurze Vertragslaufzeiten sind meistens teuer oder werden nicht angeboten.
  • Kleine Dienstleister / Einmann-Lohnbuchhaltungen haben oft eine geringere Personalkapazität, die bei Krankheitswellen oder Personalwechsel die Abrechnungssicherheit gefährden könnte.
  • Meistens kein Büro in unmittelbarer Nähe zum eigenen Unternehmen.

Eine Lohnabrechnung erstellen – Folgendes sollten Sie als Arbeitgeber unbedingt wissen

Folgende Punkte sind beim Lohnabrechnung Outsourcing vom Arbeitgeber bei der Einführung und der laufenden Abrechnung zu beachten:

Datenschutz

Der Arbeitgeber ist für die Einhaltung aller Datenschutzvorschriften lauf DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) verantwortlich. Beauftragen Sie als Unternehmen oder Freiberufler einen Dienstleister, Ihre Lohnabrechnung zu erstellen, haben Sie sicherzustellen, dass alle Datenschutzvorschriften eingehalten werden. Dies erfolgt meistens über die Vereinbarung eines Vertrages zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV).

Gesetze und deren Änderungen

Erstellen Sie selbst Ihre Lohnabrechnung online oder über eine Software, sind Sie für die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und die korrekte Umsetzung von Änderungen verantwortlich. Mögliche Fehler oder Nichtbeachtung von Gesetzesänderungen können zu erheblichen Nachzahlungen bei Betriebsprüfungen führen. Beauftragen Sie hingegen einen Dienstleister oder Steuerberater, ist dieser für die Einhaltung aller gesetzlicher Vorschriften in der Lohn- und Gehaltsabrechnung verantwortlich.

Arbeitsamt, Berufsgenossenschaft und Finanzamt

Ob eine Lohnabrechnung online, per Dienstleister oder von Ihnen selbst über eine Software erstellt wird – um eine Lohnabrechnung zu erstellen, benötigen Sie immer eine Betriebsnummer, die vom Arbeitsamt vergeben wird, eine Anmeldung bei der für Sie zuständigen Berufsgenossenschaft und eine Steuernummer, die vom Finanzamt für die Übermittlung von Lohnsteuerdaten freigeschaltet ist. Aus den Anmeldungen bei diesen Institutionen ergeben sich jeweils weitreichende Konsequenzen wie Meldefristen, Haftungsansprüche, Sorgfaltspflichten uvm. Ohne eine Betriebsnummer, Anmeldung bei einer Berufsgenossenschaft und Steuernummer ist die Durchführung einer Gehaltsabrechnung in Deutschland nicht möglich.

Meldungen an Behörden, Ämter und Berufsgenossenschaft

Es gibt diverse elektronische Meldungen, die im Zuge der Lohnabrechnung online erstellt werden müssen. Eine Lohnabrechnung nur mit Stift und Papier zu erstellen ist heutzutage nicht mehr möglich. Die Lohnabrechnung ist digital geworden. Gängige Lohnabrechnungsprogramme erstellen die nötigen Meldungen automatisch.

Beispielsweise handelt es sich u. a. um folgende Meldungen:

  • Die Lohnsteuermeldung ans Finanzamt.
  • Meldung der Sozialversicherungsbeiträge sowie
  • Meldung von Erstattung- und Entgeltfortzahlung an Krankenkassen.
  • Den digitalen Lohnnachweis und die Jahresmeldung an die Berufsgenossenschaft.
  • Sofortmeldungen (nur bestimmte Branchen) an die Deutsche Rentenversicherung.

An- und Abmeldung der Mitarbeiter

Die An- und Abmeldung der Mitarbeiter erfolgt bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse. Die Anmeldung muss mit der ersten Lohn- oder Gehaltsabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen nach dem ersten Arbeitstag, vom Arbeitgeber abgegeben werden. Sofortmeldepflichtige Unternehmen (bestimmte Branchen) müssen bereits am Tag der Arbeitsaufnahme eine Sofortmeldung für den Mitarbeiter absetzen. Für Mitarbeiter, die noch keine Versicherungsnummer haben, ist die Nummer bei der zuständigen Krankenkasse zu beantragen.

Wahrung von entscheidenden Fristen

Um die Lohnabrechnung fristgerecht zu erstellen, müssen festgelegte Fristen für Meldungen und Zahlungen eingehalten werden. Im Wesentlichen gilt es hierbei, die Zeiträume für die Lohnsteueranmeldung, die Meldung der Beitragsnachweise und der -abführung für die Sozialversicherung zu beachten.

  • Lohnsteuer – je nach Höhe monatlich, vierteljährlich oder jährlich an das zuständige Finanzamt.
  • Beitragsnachweise – müssen spätestens bis null Uhr des fünftletzten Arbeitstages eines Monats der Krankenkasse vorliegen.
  • Beitragszahlung der Sozialversicherung – an Krankenkassen – sind bis zum drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig, in dem die Beiträge entstanden sind.

Entgelterstattung im Krankheitsfall

Bei dem sogenannten Umlageverfahren U1 (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall) erhält der Unternehmer oder Freiberufler einen Teil seiner Lohn- und Gehaltszahlungen im Krankheitsfall eines Mitarbeiters wieder von der Krankenkasse erstattet. An diesem Umlageverfahren nehmen alle Unternehmer teil, die regelmäßig nicht mehr als 30 Mitarbeiter beschäftigen. Die Feststellung der Umlagepflicht U1 erfolgt für das jeweilige Kalenderjahr (Basis für die Beurteilung ist das vergangene Kalenderjahr). Die Berechnung erfolgt u. a. anhand der wöchentlichen Arbeitszeiten der Mitarbeiter.

Versand der Gehaltsabrechnung

Ihre Mitarbeiter haben das Recht, die monatliche Lohnabrechnung von Ihnen ausgehändigt zu bekommen. Gängig war hier das Ausdrucken, Konvertieren und persönliche Übergeben der Lohnabrechnung. Dieses Vorgehen nimmt je nach Anzahl der Mitarbeiter an Aufwand zu und beansprucht wertvolle Arbeitszeit. Im Zeitalter der digitalen Lohn- und Gehaltsabrechnung bieten Dienstleister hier dem Arbeitgeber jede erdenkliche Art des Versandes und so eine erhebliche Arbeitserleichterung und Zeiteinsparung zu moderaten Kosten an. Ein Unternehmer kann im heutigen digitalen Zeitalter die Versandart bei einem professionellen Dienstleister wählen, beispielsweise den Direktversand per Post, einen Onlinezugriff für die Mitarbeiter per digitaler Lohnakte oder ein eigenes Personalmanagementportal, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Nicht durchgesetzt hat sich aufgrund des Aufwands und der Datenschutzproblematik der Versand der Gehaltsabrechnung per E-Mail.

Oft haben Unternehmer und Freiberufler nicht das notwendige Know-how und keine Zeit, um die Erstellung der monatlichen Lohnabrechnungen vorzunehmen. Durch Lohnabrechnung Outsourcing kann sich der Arbeitgeber sicher sein, dass er keine Gesetzesänderungen oder Meldefristen verpasst. Die Lohnabrechnung erstellen zu lassen hat viele Vorteile, u. a. entfallen Kosten für zusätzliche Weiter- und Fortbildungen sowie Lizenzkosten für Lohnabrechnungsprogramme.

Lohnabrechnung Outsourcing – Folgendes gibt es bei der Dienstleisterwahl zu beachten

Lohnabrechnung Outsourcing – Folgendes gibt es bei der Dienstleisterwahl zu beachten

 

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Die Lohnabrechnung erstellen ist durch gesetzliche Vorgaben weitestgehend bundeseinheitlich vom Gesetzgeber geregelt. Im Grunde müsste jeder in Deutschland tätige Lohn-Dienstleister und Steuerberater das gleiche Leistungsspektrum in der Lohn- und Gehaltsabrechnung anbieten. Hat ein Unternehmer oder Freiberufler den oft sinnvollen Entschluss gefasst, seine Lohnabrechnung auszulagern, müssen Angebote eingeholt und Leistungen verglichen werden. Da das Outsourcing der Lohnabrechnung sehr facettenreich ist und jeder Dienstleister und Steuerberater seine Angebote sowie Leistungspakete anders zusammenstellt, zeigt sich, dass eine Fülle von Leistungen und diverse preisliche Unterschiede am Markt existieren. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen aus meiner 10-jährigen beruflichen Erfahrung einige wichtige Tipps geben, damit Sie bei Ihrem Angebotsvergleich eine optimale Transparenz herstellen können. Aus über 1000 Angebots- und Leistungsvergleichen von Lohn-Dienstleistern und Steuerberatern kann ich Ihnen folgende Hilfestellungen geben:

Ein professionelles Dienstleistungspaket im Lohnabrechnung Outsourcing sollte umfassen:

  • Erstellung der monatlichen Lohnabrechnung oder Gehaltsabrechnung auf Grundlage der laufenden sowie einmaligen Bezüge.
  • Erstellung erforderlicher Korrekturen und deren Rückrechnung.
  • Datenübernahme und deren Kontrolle zum Abrechnungsstart.
  • Verarbeitung aller monatlichen Änderungsdaten.
  • Umsetzung gesetzlicher Änderungen.
  • Pflege der Firmen- und Mitarbeiterstammdaten.
  • Bearbeitung von Mitarbeiterein-/austritten (inkl. elektronischen Meldungen).
  • Erstellung der monatlichen Buchungsliste oder Fibu-Datei für die Finanzbuchhaltung.
  • Durchführung elektronischer Meldungen (ELSTER, DEÜV, DAKOTA, elektronischer Zahlungsverkehr sowie Berufsgenossenschaft) gegenüber den jeweiligen Institutionen.
  • Klärung von abrechnungsbezogenen Anfragen / Kommunikation mit Krankenkassen, Finanzämtern sowie anderen Behörden.
  • Erstellung jeglicher Bescheinigungen (u. a. LFZ-Erstattungsanträge, Entgelt-, Arbeitsbescheinigungen).
  • Durchführung aller nötigen Jahresendarbeiten (u. a. Meldungen zur Sozialversicherung, Berufsgenossenschaftsliste).

Der Angebotspreis pro Mitarbeiter deckt üblicherweise alle diese erforderlichen Leistungen für eine gesetzlich einwandfreie Lohnabrechnung ab.  

Folgende Leistungen werden überwiegend optional angeboten / erhöhen den Dienstleistungspreis:

  • Abwicklung von Abrechnungsbesonderheiten (u.a. Minijobs mit hoher Fluktuation, Pfändung, Altersteilzeit, Kurzarbeit).
  • Einrichtung individueller Lohnarten und Kontenrahmen.
  • Schnittstellen-Anbindung zur Finanzbuchhaltung, Zeiterfassung oder Personalmanagement-Systemen.
  • Erstellung von Auswertungen / Statistiken (Gehalts-, Personalliste,…).
  • Direktversand der Lohnabrechnung an Betriebsstätten / Filialen / Standorte / Mitarbeiter.
  • IDEA-Schnittstelle / Datenexport für die Lohnsteueraußenprüfung der Finanzbehörden nach einem speziellen Format.
  • Archivierung der Unterlagen aus der laufenden Lohnabrechnung als Archivlösung.
  • Unterstützende Informationsbeschaffung / Vorbereitung von Sachverhaltsentscheidungen im Zuge der Lohnsteueraußenprüfung. Recherchen außerhalb der laufenden Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Transparente Angebote listen mögliche optionale Dienstleistungen mit Preisangaben auf. Ein Unternehmer oder Freiberufler sollte darauf achten, dass diese optionalen Leistungen nur bei Abruf und nicht pauschal berechnet werden. So bleiben die monatlichen Kosten moderat und Erhöhungen erfolgen nur aufgrund tatsächlichen Bedarfs.

Die Angebotskalkulation eines Lohn-Dienstleisters richtig verstehen

Die Angebotskalkulation eines Lohn-Dienstleisters richtig verstehen

 

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Ein Lohn-Dienstleister kalkuliert im Regelfall anhand eines Einzelpreises je Mitarbeiter und Monat. Somit fallen nur Kosten für die tatsächlich abzurechnende Mitarbeiteranzahl an. In einem Angebot ist im Idealfall die Gesamtmitarbeiteranzahl aufgeführt, auf die sich die Angebotskalkulation bezieht. Oft wird eine Mindestmitarbeiteranzahl mit einem höheren Pauschalpreis zum Einstieg angeboten.

Die günstigsten Abrechnungspreise findet man bei reinen Gehaltsabrechnungen. Anspruchsvoller und somit teurer angeboten werden Lohn- und Gehaltsabrechnungen, bei denen Besonderheiten wie Lohnstunden, Tarifverträge, Altersteilzeit, Kurzarbeitergeld, hohe Fluktuation der Belegschaft und Saisonarbeit zu berücksichtigen sind. Natürlich ist die Mitarbeiteranzahl ein entscheidender Faktor. Je mehr Mitarbeiter, desto preiswerter wird im Regelfall der Preis pro Mitarbeiter.

Mögliche jährliche Extrapauschalen beispielsweise für Jahresendarbeiten wie die Erstellung der Lohnsteuerbescheinigungen, Meldung zur Berufsgenossenschaft, Jahresmeldungen zur Sozialversicherung, das Jahreslohnjournal / Lohnkonto (für die eigenen Unterlagen), Telefon- oder EDV-Pauschalen sind im Idealfall im Abrechnungspreis des favorisierten Dienstleisters inklusive, da dies überwiegend Serviceleistungen und gesetzlich vorgeschriebene Arbeiten in der Lohn- und Gehaltsabrechnung (unabdingbar) sind. Vereinzelnd werden hierfür Kosten im Angebot extra ausgewiesen, in solch einem Fall müssen die Kosten aufs Jahr sowie auf die Gesamtmitarbeiteranzahl umgelegt werden. Hierbei erhöht sich immer der Abrechnungspreis pro Monat und Mitarbeiter.

Dasselbe gilt für die Berechnung von Bearbeitungspauschalen bei Neueintritt mit Anlage des neuen Mitarbeiters oder bei Austritt von Mitarbeitern. Um solch einen Kostenpunkt bei Angebotsvergleichen richtig zu berücksichtigen, empfehle ich folgendes Verfahren: Die Anzahl der Ein- und Austritte der letzten zwei Jahre ist mit dem anfallenden Bearbeitungspreis des Dienstleisters zu multiplizieren. Das Ergebnis wird dann erst durch 24 und dann durch die aktuelle Mitarbeiteranzahl geteilt und auf den monatlichen Abrechnungspreis pro Mitarbeiter aufgeschlagen.

Wichtige Angebotsinhalte von Lohn-Dienstleistern kurz erklärt

In den meisten Angeboten werden zu dem monatlichen Abrechnungspreis pro Mitarbeiter weiter einmalige Kosten für die Übernahme der Firmen- und Mitarbeiterdaten aufgeführt. Bei diesen einmaligen Kosten sollte deren Zusammensetzung transparent dargestellt sein. Ein guter Dienstleister prüft im Zuge der Datenübernahme diese auf mögliche Abrechnungsfehler oder unbeachtete gesetzliche Regelungen. Es gibt viele Lohnabrechnungsprogramme und Systeme, aus diesem Grund werden die Daten oft von den Dienstleistern neu in ihrem System erfasst. Somit hat ein Lohn-Dienstleister zum Beginn seiner Tätigkeit einen hohen personellen Aufwand, den er an seine Kunden berechnet. Ausgenommen sind hier Lohnabrechnungen beim Online-Dienstleister. Wie schon im Vorwege erklärt, müssen Sie bei einem Online-Dienstleister die Daten eingeben und erhalten außer Plausibilitätsprüfungen keine fundierte Überprüfung Ihrer Abrechnung. Steuerberater können die Stammdaten von einem anderen Steuerberater übernehmen. Dies nennt man Mandantendatenübertragung, was aber voraussetzt, dass der ehemalige und zukünftige Steuerberater mit Datev die Lohn- und Gehaltsabrechnung ihrer Mandanten erstellen.

Wird im Angebot ein so genannter Fullservice angeboten, so sind im monatlichen Abrechnungspreis meist gesetzlich geforderte Leistungen oder weitere Servicetätigkeiten wie Behörden- und Ämterkommunikation, Erstellen von Lohnforterstattungsanträgen oder das Erstellen von jeglichen Bescheinigungen inklusive. Eine andere Form ist, dass solche Leistungen separat vergütet werden, wobei sich in solch einem Fall der meist günstigere monatliche Abrechnungspreis durch oft berechnete Zusatzleistungen nicht unwesentlich erhöhen würde. Fakt ist, dass diese erwähnten Leistungen je nach Branche häufig zu erbringende Tätigkeiten in der Lohn- und Gehaltsabrechnung sind und somit bei einem Einzelpreis oft zusätzlich vom Lohn-Dienstleister berechnet werden.

Auf Lockangebote, bei denen sich nach einer gewissen Zeit der monatliche Abrechnungspreis erhöht, muss man achtgeben. Solche versteckten Preiserhöhungen sind möglicherweise in die AGB eines Dienstleisters eingebaut. Auf der sicheren Seite ist ein Unternehmer, wenn im Angebot eines Dienstleisters eine 12- oder sogar 24-monatige Preisgarantie gegeben wird. Wichtig ist darauf zu achten, dass nach der Preisgarantie eine vertretbare Erhöhungsklausel / Preisgleitbeschränkung vom Dienstleister angewandt wird. Vom Lockpreis ausgenommen ist natürlich ein spezieller Angebots- bzw. Startpreis, der gut erkenntlich als eine zeitlich begrenzte Preisreduzierung vom Dienstleister zu Beginn gewährt wird.

Bei Angeboten von Steuerberatern sollten Sie beachten, dass diese meist nach der Steuerberatergebührenverordnung ihre Lohn-Dienstleistungen berechnen. Im Vorfeld oft nicht zu erkennen, fallen dabei Kosten etwa wie EDV- und / oder Telefonpauschalen oder für die Jahresendarbeiten wie beispielsweise Erstellung der SV-Jahresmeldungen und Lohnsteuerbescheinigungen zusätzlich an.

Herzlichst, Ihr

Guido Raddatz

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