Zeiterfassung online – clever, einfach und effizient die Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter erfassen

Führen Sie Ihre Mitarbeiter-Zeiterfassung und Dienstplanung in die digitale Zukunft

Zeiterfassung online – clever, einfach und effizient die Arbeitszeiten Ihrer Mitarbeiter erfassen
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Digitale Prozesse erschaffen neue Möglichkeiten und Freiräume. Unternehmer sowie Freiberufler können diese gewinnbringend nutzen, um sich auf ihre Kernkompetenzen zu fokussieren sowie neue Maßnahmen zur Wertschöpfung zu entwickeln.

Ein sinnvoller Ansatz für einen schnellen, effizienten und spürbaren Zeitgewinn zugunsten unternehmerischer Freiräume, ist die Zeiterfassung für Ihre Mitarbeiter online zu organisieren. Schließlich lässt sich dieser Unternehmensbereich schnell und einfach über spezialisierte Apps gekonnt optimieren.

Klein- und mittelständige Unternehmen sind bei der Beschäftigung von Stundenlohnkräften gesetzlich verpflichtet, deren geleistete Arbeitszeiten zu erfassen und über eine monatliche Lohnabrechnung an diese auszuzahlen. Die Gesetzesgrundlagen befinden sich hierzu im Mindestlohngesetz (MiLoG) und dem Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Diese unumgänglichen Pflichten greifen schon ab dem ersten Angestellten und erfordern heutzutage gutes Fachwissen und einen hohen Zeitaufwand.

In den letzten 10 Jahren durfte ich in über 1000 großen und kleinen Digitalisierung- und Outsourcing-Projekten in großen und kleinen Unternehmen meine Erfahrungen sammeln. Ich möchte Unternehmern und Freiberuflern den Weg aufzeigen, wie sie ihre Zeiterfassung schnell und nachhaltig digital optimieren können.

Kurz und knapp – Digital-Map:

  1. Zeiterfassung und Dienstplanung für Mitarbeiter: Die Möglichkeiten für Unternehmer und Freiberufler
    1.1. Die Zeiterfassung und Dienstplanung selbst kostenlos per Excel erstellen
    1.2. Die Zeiterfassung und Personalplanung per Software vornehmen
    1.3. Die Zeiterfassung online vornehmen
    1.4. Die mobile Zeiterfassung per App
  2. Digitale Zeiterfassung, die Datenbasis für die Lohnabrechnung
    2.1. Aber was genau versteht man heutzutage unter digitaler Zeiterfassung
    2.2. Was müssen Sie bei der Lohnabrechnung bedenken?
  3. Zeiterfassung online – Folgendes sollten Sie als Arbeitgeber unbedingt wissen
    3.1. Datenschutz
    3.2. Europäischer Gerichtshof, deutsche Gesetze und deren Änderungen
    3.3. Beachtung des Arbeitszeitgesetztes
    3.4. Digitale Zeiterfassung nach Mindestlohngesetz
    3.5. Die Dokumentationspflicht gekonnt einhalten

Mir berichten immer wieder Unternehmer und Freiberufler, dass die Zeiterfassung von Mitarbeiterstunden keine Aufgabe ist, die nebenbei erledigt werden kann. Mitarbeiter wollen korrekt und pünktlich entlohnt werden. Ansonsten ist der Ärger mit ihnen vorprogrammiert. Bei Stundenlohnkräften ist hierfür eine gut organisierte Zeiterfassung die Voraussetzung. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben, hohen Zeitaufwandes und immer professionellerer Abläufe in der Lohnbuchhaltung ist es heutzutage nicht mehr ratsam, einen Stundenzettel per Excel oder sogar noch per Hand zu führen.

Im heutigen Unternehmeralltag ist Zeit ein sehr wichtiges Gut. Sehr häufig fehlt diese Selbstständigen, Unternehmern und Freiberuflern aufgrund ihrer Aufgabenfülle im Geschäftsalltag. Wie Sie Ihre wertvolle Zeit und Kosten in der Lohnabrechnung sparen, erfahren Sie hier.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Zeiterfassung von Mitarbeiterstunden und die Personalplanung zu organisieren.

Zeiterfassung und Dienstplanung für Mitarbeiter: Die Möglichkeiten für Unternehmer und Freiberufler

Gemäß einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs sollen Arbeitgeber künftig die Arbeitszeiten aller ihrer Mitarbeiter dokumentieren. Aktuell hat das Urteil noch keine direkten Auswirkungen für Arbeitgeber in Deutschland. Die Politik muss die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) jetzt hierzulande umsetzen. Das bedeutet, dass sich die Rechtslage hierzulande in naher Zukunft ändern wird. Aufgrund dieser Tatsache kommt vor allem auf kleine und mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler eine große organisatorische Aufgabe zu, die es rechtssicher zu bewältigen gilt.

Seit dem Jahr 2018 haben sich wegen der Datenschutzgrundverordnung der Aufwand und die gesetzlichen Vorgaben im Umgang mit personenbezogenen Mitarbeiterdaten für Unternehmen exponentiell erhöht. Angesichts dieser Bedingungen stellt sich für viele Unternehmer die Frage, wie die Zeiterfassung und Dienstplanung am effektivsten und kostengünstig durchzuführen sind.

Welche Möglichkeiten Sie haben und wie im Einzelnen die Vor- und Nachteile jeweils aussehen, möchte ich Ihnen nun verdeutlichen.

Die Zeiterfassung und Dienstplanung selbst kostenlos per Excel erstellen

Die Zeiterfassung und Dienstplanung selbst kostenlos per Excel erstellen
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In vielen klein- und mittelständischen Betrieben werden die Zeiterfassung für die Arbeitsstunden der Angestellten und die Dienstplanung oft in Eigenregie mit Zettel und Stift oder per Excel erstellt.

Bei der korrekten Erfassung von Arbeitszeiten müssen die gesetzlichen Vorgaben laut Arbeitszeit- und Mindestlohngesetz korrekt umgesetzt werden. Dies erfordert in den meisten Fällen eine Menge Erfahrung und einen hohen zeitlichen Aufwand.

Die Zeiterfassungsdaten sind die Basis für eine korrekte Lohnabrechnung. Gerade die Lohnabrechnung wird heutzutage immer weiter digitalisiert. Dienstleister und Steuerberater nehmen weitestgehend keine per Hand geschriebenen Stundenzettel oder Excellisten zur Erstellung der Lohnabrechnung an. Eventuell berechnen sie für die Auswertung der Stundenzettel satte Aufschläge.

Bei den Vorbereitungen zur Lohnabrechnung ist nicht außer Acht zu lassen, dass entsprechende Vertretungsregelungen – z.B. bei Krankheit des Mitarbeiters oder des Unternehmers und Kapazitäten für Weiterbildungen im Vorfeld berücksichtigt werden müssen.

Dienstplanung per Zettel und Stift ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Digitale Dienstplanung ermöglicht schnelles reagieren auf personelle oder kapazitive Änderungen. Sie gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, sich besser zu organisieren oder sich bei der Klärung von Änderungen aktiv zu beteiligen.

Zeiterfassung und Personalplanung selbst per Hand durchführen – Ihre

Vorteile:

  • Unabhängigkeit von Software-Dienstleistern und Online-Anbietern.
  • Sehr kleine datenschutzrechtliche Hürden.
  • Keine Kosten für Hardware, Software und App-Abos.

Nachteile:

  • Hoher zeitlicher Aufwand.
  • Mitarbeiterangaben sind fehlerträchtig und korrekturaufwändig.
  • Abgabefristen werden möglicherweise von Mitarbeitern versäumt.
  • Komplexe und sich ändernde Gesetzeslage.
  • Fehler bei gesetzlichen Vorgaben führen oft zu hohen Nachzahlungen.
  • Abhängigkeit von versierten Mitarbeitern.

Die Zeiterfassung und Personalplanung per Software vornehmen

Auf dem deutschen Softwaremarkt für Zeiterfassung und Dienstplanung werden diverse komplexe Lösungen für Unternehmen angeboten. Solche Softwarelösungen sind meistens bei komplexen Anforderungen von Industriebetrieben und großen Filialisten eine gute Wahl. Kleine und mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler haben aber oft wesentlich simplere Anforderungen an eine praktikable Zeiterfassung oder Dienstplanung. Nach meinen eigenen Erfahrungen habe ich festgestellt, dass eine wirklich gute und umfangreiche Software für die Zeiterfassung gegenüber einer Onlinelösung teuer ist. Je nach Größe des Betriebes lohnt es sich gar nicht eine solche Software zu erwerben beziehungsweise jährlich zu mieten.

Weiterhin fallen bei der Zeiterfassung per Online-Tool Software-Updates und möglicher Zusatzgerätebedarf weg. Per Internet kann mit jedem Endgerät auf die Zeiterfassung online und ortsunabhängig zugegriffen werden.

Zeiterfassung und Personalplanung per Software durchführen – Ihre

Vorteile:

  • Deckt meist komplexe Anforderungen in der Zeitwirtschaft ab.
  • Oft sind die gängigsten Schnittstellen zu Lohnabrechnungsprogrammen vorhanden.

Nachteile:

  • Komplexe Bedienung aufgrund umfangreicher Funktionen.
  • Hohe Kosten für geeignete Software.
  • Ggebenenfalls hohe Kosten für Zusatzgeräte.
  • Nicht bzw. sehr eingeschränkt ortsunabhängig nutzbar.
  • Umsetzung komplexer Datenschutzrichtlinien in eigener Verantwortung.

Die Zeiterfassung online vornehmen

Die Zeiterfassung online vornehmen
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Der Mittelpunkt in diesem Modell ist eine Online-Anwendung zur Zeiterfassung und Personalplanung. Solche Anwendungen sind intuitiv bedienbar und lassen sich ortsunabhängig einsetzen. Meist genügt eine kurze Online-Registrierung beim jeweiligen Anbieter und Sie sind sofort startklar. Ein Installations- und Updateaufwand entfällt. Eine Vielzahl von Anbietern bietet einen ausreichenden kostenlosen Testzeitraum, umfangreiche Hilfevideos und einen Kundenservice per Fernzugriff an.

Zudem eignen sich Online-Anwendungen meist als mobile Zeiterfassung auf vielen gängigen Mobiltelefonen und Tablets. Es werden die Systeme Android und iOS für mobile Endgeräte unterstützt. Da Home-Office heutzutage immer mehr an Bedeutung gewinnt, stellen Sie so Ihren Mitarbeitern eine einfache und flexible Lösung zur Zeiterfassung bereit.

Online-Tools zur Zeiterfassung und Dienstplanung sind übersichtlich und intuitiv in der Bedienung. Sie reduzieren sich auf die wesentlichen Anforderungen kleiner und mittelständiger Unternehmen sowie Freiberufler. Die Funktionen sind so umgesetzt, dass Nutzer gesetzliche Vorgaben konsequent einhalten können. Sie erfüllen so automatisch alle gesetzlichen Anforderungen des neuen EuGH-Urteils, des Arbeitszeit- und des Mindestlohngesetzes. Die systematischen Daten sind objektiv, verlässlich und jederzeit für Sie abrufbar.

Zeiterfassung online vornehmen – Ihre

Vorteile:

  • Sie sparen wertvolle Zeit bei organisatorischen Tätigkeiten in der Personalorganisation.
  • Ortsunabhängiger Zugriff in Zeiten, wo Home-Office an Bedeutung gewinnt.
  • Sehr einfach zu bedienen.
  • Per PC, Handy oder Tablet nutzbar.
  • Keine Softwareinstallation nötig.
  • Keine Softwareupdates nötig.
  • Direkter Datenzugriff.
  • Preiswerter als Softwarelösungen

Nachteile:

  • Datenschutz wird noch anspruchsvoller aufgrund höherer Risiken in der Onlinewelt.
  • Decken nicht immer alle komplexen Anforderungen in der Zeitwirtschaft ab.
  • Schnittstellen zur Datenübergabe an Lohnsoftware von Kleinanbietern müssen ggf. separat geklärt werden.
  • Ohne einen Internetzugriff nicht anwendbar.

Die mobile Zeiterfassung per App

Die Welt ist heutzutage mobiler den je. Aus diesem Grund habe ich die mobile Zeiterfassung per App als separaten Punkt aufgeführt. Sie haben die Möglichkeit, ausschließlich durch eine beliebiges Android-Handy oder via Apple iPhone die Zeiterfassung Ihrer Mitarbeiterstunden und Ihre Dienstplanung vorzunehmen. Ortsunabhängig werden sogar GPS-Daten bei einigen Anbietern verarbeitet. Im Grunde genommen ist aber die mobile Zeiterfassung per App nur eine Erweiterung einer Online-Anwendung oder Softwarelösung. Somit gelten hier vor allem, die von mir zuvor gemachten Ausführungen der Online-Zeiterfassung. Bei Apps ist primär darauf zu achten, dass sie von allen Betriebssystemen (Android und iOS) verwendet werden können. Dies gilt nicht nur für die neusten Versionen, sondern auch für ältere Varianten von Betriebssystemen. Sie haben womöglich ein Handy der neusten Generation, aber viele Mitarbeiter besitzen ältere Handys mit älteren Betriebssystemen. Sie sollten immer bedenken, dass Ihr Mitarbeiter mit dieser App kompromisslos arbeiten muss.

Oft werde ich zu dieser Möglichkeit der Zeiterfassung auf kostenlose Apps angesprochen. Hierzu sollten Unternehmer und Freiberufler Folgendes bedenken:

  1. Wie sollen kostenlose Apps weiterentwickelt und gesetzliche Änderungen angepasst werden?
  2. Ist eine kostenlose App nur ein Lockmittel, das das Verkaufen von nötigen Dienstleistungen ermöglicht?
  3. Wie ausgereift sind kostenlose Angebote?
  4. Wie lange existiert solch eine kostenlose App noch?
  5. Kommen Sie an Ihre Daten, wenn die App eingestellt wird?
  6. Werden ein aufwendiger Datenschutz und nötige Sicherheitsverfahren, die Kosten für den App-Anbieter produzieren, überhaupt angeboten?

Zeiterfassung per App – Ihre

Vorteile:

  • Siehe Vorteile bei „Zeiterfassung online vornehmen“.

Nachteile:

  • Siehe Nachteile bei „Zeiterfassung online vornehmen“.
  • Bei Handhabungsproblemen, die Sie nicht selbst lösen können, haben Sie meistens keine Möglichkeit, auch nur eine Hotline in Anspruch zu nehmen.

Digitale Zeiterfassung, die Datenbasis für die Lohnabrechnung

Die Digitalisierung schreitet immer weiter in diversen Geschäftsprozessen von kleinen und mittelständigen Unternehmen sowie bei Freiberuflern voran – in einigen Bereichen mehr, in anderen weniger. Die Zeiterfassung von Mitarbeiterstunden und die Dienstplanung haben hier in den letzten Jahren viele positive Änderungen erfahren. Bei der digitalen Zeiterfassung liegt der Schwerpunkt in der elektronischen Datenerfassung und Übermittlung der Daten an die Lohnbuchhaltung. Die Lohnbuchhaltung und die hierfür genutzte Software sind dabei die entscheidenden Faktoren.

Clever die Lohnabrechnung erstellen lassen
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Aber was genau versteht man heutzutage unter digitaler Zeiterfassung?

Die Zeitdaten der Mitarbeiter werden elektronisch über eine Software, ein Onlinetool oder eine App erfasst.

Die Daten werden elektronisch aufgearbeitet. Hierzu gehören das Summieren der Werte, die Auswertung von beispielsweise Sonn-, Feiertag- und Nachtzuschlägen, die elektronische Weitergabe der Daten an die Lohnbuchhaltung und die Datenbereitstellung an die Mitarbeiter.

Was müssen Sie bei der Lohnabrechnung bedenken?

Im Zusammenspiel der digitalen Zeiterfassung und der Lohnabrechnung ist immer die Lohnsoftware oder Lohnanwendung das führende System. Bei der Lohnabrechnung werden die Daten von den Erhebungssystemen, wie beispielsweise der Zeiterfassung entgegengenommen und verarbeitet. Somit muss die Zeiterfassung ohne Wenn und Aber die Daten bereitstellen, damit die Lohnsoftware korrekt die Lohnabrechnung erstellen sowie die Werte an Behörden und Ämter elektronisch übertragen kann. Gerade in der digitalen Zeiterfassung ist einer der wichtigsten Punkte, die elektronische Datenübergabe an die Lohnbuchhaltung. Hier richtet sich alles nach der Lohnbuchhaltung. Diesen sehr wichtigen Punkt sollten Sie immer vor der Entscheidung für eine Zeiterfassungs-App oder ein Online-Tool mit dem Zeiterfassungsanbieter und Ihrem Lohndienstleister / Softwarepartner klären.

Folgende Punkte gibt es hierbei im Einzelnen zu klären:

Um elektronische Zeitdaten zu übertragen, muss zwischen den beiden Systemen eine Schnittstelle existieren. Das Lohnsystem gibt den Aufbau der Schnittstelle vor. Somit muss eine digitale Zeiterfassung die Daten anhand des vom Lohnsystem vorgegebenen Aufbaus übertragen. Online-Anbieter und auch Software für die Zeiterfassung haben meistens bereits Schnittstellen für die großen Lohnsoftwareanbieter wie Datev, Sage oder SBS-Lohn programmiert. Die meisten Lohn-Outsourcing-Dienstleister und Steuerberater nutzen für die Abrechnung ihrer Kunden eines der zuvor genannten großen Software-Systeme. Aber auch hier gibt es immer wieder Probleme. Für nicht so gängige Lohnsysteme muss ggf. vom Zeiterfassungsanbieter eine Schnittstelle programmiert werden. Ich empfehle Ihnen, dass Ihr Lohnsystem und Ihr bevorzugter Zeiterfassungsanbieter im Vorweg einen Test durchführen. Hierfür übergibt der Zeiterfassungsanbieter eine Testdatei mit Testdaten zur Verarbeitung an das Lohnsystem.

Ein weiterer entscheidender Punkt in der Datenübergabe sind die Lohnarten. Diese sind Nummernfolgen, womit Arten von Entgelten wie beispielsweise Lohn, Gehalt, Nachtzuschlag, Sonntagszuschlag und so weiter bezeichnet werden. Meistens haben Entgelte einen anderen Wert oder verändern sich prozentual. Mit Lohnarten kann das Lohnsystem je nach Zeit und Dauer variable Entgelte berechnen und diese in der Lohnabrechnung für den Mitarbeiter darstellen. Die Lohnarten werden in einem Lohnartenplan zusammengefasst. Wieder einmal führend ist das Lohnsystem, das den Lohnartenplan vorgibt. Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten:

  • Erstens: Die Lohnarten in der digitalen Zeiterfassung werden nach den Vorgaben der Lohnbuchhaltung eingerichtet.
  • Zweitens: Das Lohnsystem passt die Lohnarten des Zeiterfassungssystems in der Lohnsoftware an. Dies führt aber meistens bei einem Lohn-Dienstleister zu zusätzlichen Kosten.

Ich empfehle Ihnen auch diesen Punkt im Vorfeld mit den Parteien abzustimmen.

Zum Abschluss dieses Punktes möchte ich Ihnen noch etwas zum Thema Kosten mit auf den Weg geben. Schnittstellen- und Lohnartenanpassungen sind meistens auf beiden Seiten mit Kosten verbunden. Dieser Punkt fällt in die Rubrik der versteckten Kosten, da hiermit nicht im Normalfall gerechnet wird. Damit die Systeme im Sinne der Digitalisierung zusammenarbeiten, ist dies unumgänglich. Gute Anbieter und Dienstleister weisen Sie aber im Vorwege darauf hin und werden erst tätig, wenn sie Ihre Zustimmung erhalten. Sollte das Thema der Neuprogrammierung einer Schnittstelle aufkommen, können Sie sicher sein, dass solch eine Maßnahme mit erheblichen Kosten einhergeht. Neuprogrammierungen rentieren sich in den meisten Fällen nur für Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern.

Zeiterfassung online- Folgendes sollten Sie als Arbeitgeber unbedingt wissen

Folgende Punkte sind bei der Zeiterfassung mit Online-Tools oder Apps vom Arbeitgeber bei der Einführung und der laufenden Zeiterfassung sowie Dienstplanung zu beachten:

Datenschutz

Der Arbeitgeber ist für die Einhaltung aller Datenschutzvorschriften lauf DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) verantwortlich. Nutzen Sie als Unternehmen oder Freiberufler eine Zeiterfassungs-App oder ein Online-Tool eines Dienstleisters, haben Sie sicherzustellen, dass alle Datenschutzvorschriften eingehalten werden. Dies erfolgt meistens über die gegenseitige Vereinbarung eines Vertrages zur Auftragsdatenverarbeitung (ADV). Ein guter Zeiterfassungs-Anbieter bietet Ihnen hier ein fundiertes Konzept, das einen umfänglichen Datenschutzvertrag umfasst.

Europäischer Gerichtshof, deutsche Gesetze und deren Änderungen

Europäischer Gerichtshof, deutsche Gesetze und deren Änderungen in der Zeiterfassung
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Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 14. Mai 2019 über die Handhabung der europäischen Arbeitszeitrichtlinie geurteilt. Hierdurch wird zukünftig verlangt, dass die Arbeitgeber in den EU-Mitgliedstaaten, ein System einrichten, das jede von jedem Beschäftigten geleistete Arbeitszeit erfassen kann. Dieses Urteil zielt darauf ab, die Arbeitnehmer gesundheitlich und sozial zu schützen.
Dieses aktuelle Urteil hat noch keine direkten Auswirkungen für die Arbeitgeber in Deutschland. Die Politik muss die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) jetzt in Deutschland umsetzen. Sicher ist, dass sich die Rechtslage in naher Zukunft ändern wird. Erst nach einer bald zu erwartenden Gesetzesänderung kommt vor allem auf kleine und mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler eine große organisatorische Aufgabe zu, die es rechtssicher zu bewältigen gilt.

Da die Zeiterfassung von Mitarbeiterstunden immer vom jeweiligen Unternehmen selbst organisiert werden muss, sind diese für die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und der korrekten Umsetzung von Änderungen verantwortlich. Mögliche Fehler oder Nichtbeachtung von Gesetzesänderungen können zu erheblichen Nachzahlungen bei Betriebsprüfungen führen. Nutzen Sie hierfür eine Zeiterfassungs-App oder ein Online-Tool eines Dienstleisters, gibt dies Ihnen Rechtssicherheit bei der Erfassung der Zeitdaten. Ein professionelles Zeiterfassungs-Tool setzt Vorgaben des Arbeitszeit- und des Mindestlohngesetzes konsequent um.

Beachtung des Arbeitszeitgesetztes

Gesetzliche Grundlagen, die die Zeiterfassung online und per App umfänglich regeln, finden sich im Arbeitszeitgesetzt (ArbZG). In diesem Gesetz werden Regelungen zu Ruhezeiten, Nacht und Schichtarbeit, Sonn- und Feiertagen, Überstunden und zum Jugendschutz festgeschrieben.

Digitale Zeiterfassung nach Mindestlohngesetz

Die Einhaltung des Mindestlohns ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Nicht nur ist die Zahlung eines Mindestlohns verpflichtend. Betroffene Betriebe müssten den Beginn, das Ende und die Dauer der Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter festhalten. Werden Fehler in der Erfassung von Arbeitszeiten unbewusst oder auch bewusst gemacht, hat dies meistens negative Auswirkungen auf den Stundenlohn. Unterschreitet der Stundenlohn dann den Mindestlohn, hat der Arbeitgeber ein großes Problem und muss die Folgen tragen.

Die Dokumentationspflicht gekonnt einhalten

Mit einer digitalen Zeiterfassung dokumentieren Sie online oder per App unkompliziert Ein- und Ausstempelzeiten Ihrer Mitarbeiter genauso wie deren Pausenzeiten und Abwesenheiten. Professionelle Tools zur Arbeitszeiterfassung erfüllen die Anforderungen zur ordentlichen Dokumentation der Arbeitszeiten. Die Dokumentationen werden zentral gespeichert, wodurch Sie jederzeit Zugriff auf die geordneten Daten haben, auch auf jene der Vergangenheit.

Oft haben Unternehmer und Freiberufler ein umfangreiches Aufgabengebiet. Sie sind dankbar für jede Möglichkeit, Zeit einzusparen oder diese für gewinnbringende Aufgaben zu nutzen. Durch die Zeiterfassung per Online-Tool oder App kann sich der Arbeitgeber sicher sein, dass er keine Gesetzesänderungen oder Dokumentationspflichten verpasst. Die digitale Zeiterfassung und die Dienstplanung haben viele Vorteile. Unter anderem entfallen Kosten für zusätzliche Fortbildungen und Lizenzkosten für Zeiterfassungssoftware.

Herzlichst, Ihr

Guido Raddatz

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